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22.01.2004
Krankheitskeime in Geflügelfleisch

Schweizer Studie: Durchfall-Erreger Campylobacter in einem Fünftel der Handelsstichproben


Schweizer Forscher haben rohes Geflügelfleisch aus 122 Schweizer und Liechtensteiner Geschäften untersucht: In rund 20 Prozent der Proben wiesen sie Campylobacter-Keime nach. Diese waren zudem zu einem beträchtlichen Anteil (40 Prozent) resistent gegen mindestens ein Antibiotikum. Campylobacter wurden etwa gleich häufig aus Geflügel schweizerischer sowie anderer Herkünfte gefunden.

Diese Beobachtungen unterstreichen erneut die große Bedeutung eines sorgfältigen Umgangs mit Geflügelfleisch im Haushalt. Immerhin sind Campylobacter in Deutschland nach Salmonellen die häufigsten Verursacher von durch Lebensmittel bedingten Durchfällen. Mehr als 300.000 Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr durch Campylobacter-Infektionen.
Zwar sind die Krankheitsverläufe überwiegend glimpflich, gelegentlich können jedoch Komplikationen auftreten.

Daher ist Kontakt von rohem Geflügelfleisch - oder dessen Tropfsaft - mit anderen, später roh verzehrten Lebensmitteln unbedingt zu vermeiden. Außerdem muss Geflügelfleisch immer gut durchgegart werden.
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Quellen:
LME Aktuell, 22.12.2003
BioMed Central, 09.12.2003

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