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Gesundheit


Bedeutung von Fleisch in der Ernährung


Fleisch ist ein wichtiger Nährstofflieferant für hochwertiges Eiweiß, leicht verfügbares Eisen und B-Vitamine. Daneben enthalten Fleisch und Fleischwaren aber auch Cholesterin und sie sind reich an Purinen. Einige Fleischwaren liefern zusätzlich reichlich Fett. Diese Inhaltsstoffe können abhängig von Verzehrsmenge und individueller Veranlagung zur Entstehung von Stoffwechselerkrankungen beitragen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nur bis zu drei Fleischmahlzeiten (maximal 150 g pro Portion) und höchstens drei 50-Gramm-Portionen Fleischwaren pro Woche zu essen. Zwar ist es durch den Verzehr von Fleisch einfacher, den Bedarf an einigen Nährstoffen zu decken. Dennoch ist eine gesunde, bedarfsdeckende Ernährung auch ohne Fleisch möglich, wie Vegetarier-Studien zeigen. Voraussetzung ist eine abwechslungsreiche, vielseitige Kost aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Kartoffeln, Getreideprodukten und Hülsenfrüchten sowie Milchprodukten und Eiern.

Nährstoffzusammensetzung von Geflügelfleisch


Geflügelfleisch gilt im Allgemeinen als besonders gesund, weil leicht verdaulich und fettarm. Der Fettgehalt schwankt jedoch je nach Teilstück. Beim Geflügel liegt das Fettgewebe unter der Haut, reines Muskelgewebe ist mit etwa 1-7% Fett sehr mager. Der Eiweißgehalt von Hähnchen- und Putenfleisch liegt ähnlich wie bei Rind- und Schweinefleisch zwischen 17 und 25%. Der Cholesteringehalt bei magerem Fleisch liegt bei 40 bis 60 mg pro 100 g, bei Geflügelteilen mit Haut steigt er auf 85 bis 95 mg pro 100 g. Neben einem hohen Gehalt an B-Vitaminen und Eisen liefert Geflügelfleisch Kupfer, Kalium und Zink.

Vergleich der Eiweiß-, Fett- und Energiegehalte verschiedener Fleischarten



Geflügel  je 100 g

Eiweiß in g

Fett in g

Energie Kcal/kJ

Huhn/Brathuhn

19,9

9,6

166/694

Hühnerbrust ohne Haut

23,9

0,7

99/422

Hühnerschlegel mit Haut

18,2

11,2

173/723

Suppenhuhn

18,5

20,3

257/1066

Pute, Jungtier

22,4

6,8

151/632

Putenbrust

24,1

1,0

105/448

Putenkeule

20,5

3,6

114/485

Schwein je 100 g

 

 

 

Schweinebauch

17,8

21,1

261/1083

Schweinefilet

22,0

2,0

106/448

Schweinekamm

18,3

13,8

197/822

Schweinekotelett

21,6

5,2

133//558

Schweineschnitzel

22,2

1,9

106/448

Rind je 100 g

 

 

 

Rinderfilet

21,2

4,0

121/508

Rinderrostbraten

20,6

8,1

155/647

Rindfleisch, Kamm

19,3

8,1

149/625

Rindfleisch, Oberschale

20,7

4,5

123/519

Quelle: Souci, Fachmann, Kraut, 2004

Medikamenteneinsatz


Rückstände von Tierarzneimitteln sind nicht zu schmecken. In der intensiven Geflügelmast werden die Tiere vielfach vorbeugend, also ohne erkrankt zu sein, mit Medikamenten behandelt. Dagegen ist in der ökologischen Tierhaltung der vorbeugende Arzneimitteleinsatz verboten. Die Tiergesundheit soll hier durch tiergerechte Haltung sichergestellt werden, anstatt unzureichende Haltungsbedingungen durch Arzneimittel zu kompensieren. Nur wenn Tiere wirklich krank sind, darf eine beschränkte Auswahl von Medikamenten eingesetzt werden. Da Ökobauern zwischen der Behandlung der Tiere und der Schlachtung doppelt so lange abwarten müssen, wie konventionelle Landwirte, ist die Wahrscheinlichkeit von Arzneimittelrückständen im Fleisch noch geringer.

Geflügel gesund zubereiten


Für einen gesunden Geflügelgenuss tragen Verbraucher/innen Mitverantwortung. Da nie mit Sicherheit auszuschließen ist, dass Geflügel mit krankheitserregenden Keimen (z.B. Salmonellen) belastet ist, muss streng auf Hygiene geachtet werden:
  • Geflügelfleisch darf höchstens kurze Zeit ungekühlt bleiben, weshalb es nach dem Einkauf schnellst möglich nach Hause und ins Kühlgerät gebracht werden muss.
  • Gefrorenes Geflügelfleisch im Kühlschrank auftauen lassen.
  • Rohes Geflügelfleisch, Fleischsaft oder Auftauflüssigkeit dürfen nicht mit anderen Lebensmitteln, insbesondere solchen, die roh verzehrt werden, in Berührung kommen.
  • Hände, Arbeitsflächen und -geräte, die mit rohem Geflügel in Kontakt waren, vor der Zubereitung anderer Lebensmittel gründlich reinigen, Spül- und Wischlappen anschließend auswechseln.
  • Geflügel immer gut durchgaren! Die Gardauer ist dabei stark abhängig von der Größe des Geflügels. Durchgegart ist das Geflügel, wenn der austretende Fleischsaft bei der Garprobe eine klare Farbe hat und sich das Fleisch leicht von den Beinknochen ablösen lässt.

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