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19.08.2003
Verzicht auf Leistungsförderer in der Tierhaltung reduziert Risiken für Gesundheit der Menschen

WHO-Studie: Dänischer Verzicht auf antibiotische Leistungsförderer führte zu erheblichem Rückgang der Antibiotikaresistenzen in Schweine- und Hähnchenbeständen.


Durch den freiwilligen Verzicht dänischer Schweine- und Hähnchenhalter auf antibiotische Leistungsförderer seit dem Jahr 1999 sind die Antibiotikaresistenzen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Die Maßnahme führte weder zu nennenswerten Mehrkosten für die Landwirte noch zu einer erhöhten mikrobiellen Belastung des Fleisches. Dies sind die Ergebnisse eines am 13.8.2003 veröffentlichten Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Damit erfährt die langjährige WHO-Empfehlung zum äußerst zurückhaltenden Antibiotika-Einsatz weitere Unterstützung.
Zehn unabhängige Wissenschaftler aus verschiedenen Nationen und Fachdisziplinen hatten die dänischen Ergebnisse geprüft. Der Verzicht auf Leistungsförderer bewirkte nur eine geringe Steigerung des therapeutischen Einsatzes von Antibiotika, so dass der gesamte Antibiotikaverbrauch um 54 Prozent zurück ging. In der Hähnchenproduktion kam es zu keinem, in der Schweineerzeugung lediglich zu einem Kostenanstieg um 1 Prozent. Der Anteil der antibiotikaresistenten Enterokokken (Bakterien), die aus den Tierbeständen isoliert wurden, sank von zuvor 60 bis 80 auf nunmehr 5 bis 35 Prozent. Dies reduziert, so die Schlussfolgerung der WHO, die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Antibiotikaresistenzen.


Quellen:
NewScientist.com
WHO

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